Politik & Wirtschaft
Berlin, 14.07.2007
Der Präsident des Deutschen Städtetages, der Münchner Oberbürgermeister Christian Ude, der heute am Integrationsgipfel im Bundeskanzleramt teilnahm, erklärte nach Abschluss des Gipfels: „Der Deutsche Städtetag ist nach dem heutigen Integrationsgipfel sicher, dass jetzt nach einem Jahr der erfolgreichen Materialsammlung und Bündelung von Ideen und Initiativen zur Integration ein Jahr der Umsetzung folgen wird. Auf dem Arbeitsmarkt sind bereits jetzt konjunkturell bedingt Besserungen für Menschen mit Migrationshintergrund festzustellen. Die Städte werden ihre aktive Rolle für die Integration vor Ort weiter wahrnehmen und an ihre Anstrengungen der vergangenen Jahre anknüpfen. Der Deutsche Städtetag freut sich, dass seine Anregung aufgegriffen worden ist, die Umsetzung des Nationalen Integrationsplans in gut einem Jahr bei einem weiteren Integrationsgipfel zu überprüfen. So lässt sich feststellen, ob den schönen Worten auch gute Taten folgen. Eines der wichtigsten Arbeitsgruppenergebnisse lautet: Es sind nicht nur Deutschkenntnisse der Menschen mit Migrationshintergrund unverzichtbar, sondern es ist auch notwendig, muttersprachliche Kenntnisse zu vermitteln. Mehrsprachigkeit ist das richtige Signal für die Kinder wie auch für Deutschland. Ein deutliches Potential liegt bei der Ausbildung und Beschäftigung im öffentlichen Dienst, wo Menschen mit Migrationshintergrund noch krass benachteiligt sind. Es bleibt zu hoffen, dass die türkischen Verbände die ausgestreckte Hand bald ergreifen und die offene Tür durchschreiten. Denn jedes andere Signal würde die Verständigung und Zusammenarbeit erschweren."
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